
Die Parkstadt Süd auf stabilem organisatorischem Fundament: Köln gründet eigenbetriebsähnliche Einrichtung zur weiteren Umsetzung des Quartiers
Große Stadtentwicklungsprojekte brauchen mehr als gute Konzepte. Sie brauchen klare organisatorische Rahmenbedingungen. Für die Parkstadt Süd setzt die Stadt Köln deshalb auf eine eigenbetriebsähnliche Einrichtung. Dieses Modell sichert Planung, Finanzierung und Umsetzung langfristig.
Die Umsetzung der Parkstadt Süd erfolgt künftig über eine eigenbetriebsähnliche Einrichtung (eE), diese verantwortet für die Stadt Köln die vollständige Projektplanung und Entwicklung eines der größten innerstädtischen Stadtentwicklungsprojekte Deutschlands. Der Rat der Stadt Köln beschloss diesen Schritt bereits im Oktober 2024. Seitdem setzte die Stadt nahezu alle zentralen Schritte zur neuen Organisationsform um.
Am 29. Januar 2026 kam nun der Betriebsausschuss der Parkstadt Süd erstmals zusammen. In seiner konstituierenden Sitzung stimmte das Gremium dem Geschäftsbesorgungsvertrag mit der moderne stadt GmbH zu. Damit übernimmt die moderne stadt künftig umfassende Projektmanagement- und Steuerungsleistungen – sowohl fachlich als auch kaufmännisch. Als letzter formaler Schritt stimmt der Aufsichtsrat der moderne stadt GmbH der Unterzeichnung des Vertrages Ende Februar 2026 zu. Damit ist der Weg frei für den operativen Start der eE Parkstadt Süd, rückwirkend zum 01.01.2026.
Was ist eine eigenbetriebsähnliche Einrichtung?
Eine eigenbetriebsähnliche Einrichtung gehört rechtlich zur Stadtverwaltung. Sie arbeitet jedoch organisatorisch und wirtschaftlich eigenständig. Die Kommune führt sie als Sondervermögen mit eigener Buchungs- und Finanzierungsstruktur. Vergleichbare Modelle gibt es in Köln bereits, etwa bei der Gebäudewirtschaft oder dem Eigenbetrieb Veranstaltungsstätten.
Warum eine eigenbetriebsähnliche Einrichtung sinnvoll ist
Für die Parkstadt Süd bietet diese Organisationsform klare Vorteile: Die Stadt bündelt finanzielle Abläufe übersichtlich und steuert sie unabhängig vom regulären Haushalt. Das erleichtert die Umsetzung eines Projekts dieser Größenordnung mit einem Planungsgebiet von rund 115 Hektar.
Konkret bedeutet das: Kosten und Wertveränderungen werden direkt im Sondervermögen des Eigenbetriebs abgebildet, der städtische Haushalt wird dadurch entlastet. Gleichzeitig ermöglicht die eigene Buchungsstruktur, die zahlreichen Buchungsvorgänge – insbesondere in der intensiven Bau- und Umsetzungsphase – effizient zu bearbeiten.
Sie haben Fragen zur neuen Organisationsstruktur der Parkstadt Süd oder zum städtebaulichen Großprojekt im Allgemeinen? Dann senden Sie uns Ihre Frage jederzeit gerne an info@parkstadt-sued.de. Wir antworten Ihnen zeitnah.